Digitalisierung im Krisentest

Schulen, Gerichte und Familien kommunizierten während der Covid-19-Pandemie verstärkt digital. Journalist Simon Koechlin zeigt in einem Blog-Artikel auf DeFacto, dass der Digitalisierungsschub begrenzt blieb.
Aufgrund der Covid-19-Pandemie hiess die Losung im Frühjahr 2020: «Abstand halten». Zwangsläufig erlebte der Einsatz digitaler Kommunikationsmittel einen veritablen Boom. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber schickten ihre Mitarbeitenden ins Homeoffice. Videokonferenzen ersetzten Sitzungen und Schulstunden. Jugendliche erklärten ihren Grosseltern, wie sie mittels App Sprachnachrichten hinterlassen oder einen Videoanruf tätigen konnten. Doch während die Pandemie die Digitalisierung in manchen Bereichen dauerhaft beschleunigte, blieb der Schub andernorts begrenzt.
Wie Forschungsprojekte des NFP 80 zeigen, lässt sich der Digitalisierungsschub an Schulen deutlich nachweisen, nicht jedoch an Schweizer Gerichten. Als Gerichtsmitarbeitende ins Homeoffice mussten, fehlten vielerorts Laptops, externe Bildschirme oder VPN-Zugänge. Bis 2025 setzten sich Videoanhörungen nicht flächendeckend durch.
Für seinen Artikel «Digitalisierung im Krisentest» befragte Wissenschaftsjournalist Simon Koechlin Forschende aus den Projekten «Digitalisierung der Bildungspraxis», «Digitale Justiz im Familienrecht» und «Generationsübergreifender Zusammenhalt». Der Beitrag erschien in der Blog-Serie des NFP 80 auf DeFacto.
